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Chlorierte Aniline, Perfluoroctansäure und Nitrobenzole. Das sind keine Substanzen, die Du aus dem Chemieunterricht kennst, sondern Inhaltsstoffe von herkömmlichen Kleidungsstücken. Eine Studie von Greenpeace hat diese und andere gesundheitsschädigende Chemikalien in chinesischen Gewässern nachgewiesen – und erklärt, welche Folgen sie für den Organismus von Tieren und Menschen haben. Diese Schadstoffe werden bei der Herstellung von Textilien verwendet. Und diese Klamotten landen natürlich auch in deutschen Modehäusern. Die Wahrscheinlichkeit, dass Du und ich Kleidung am Körper tragen, die mit Schadstoffen belastet ist, ist relativ hoch.

Preis und Optik spielen eine übergeordnete Rolle

Eine Befragung der Marktforscher von appinio aus Hamburg ergibt, dass Aussehen und Preis die wichtigsten Kriterien beim Kauf eines Kleidungsstücks sind. Faire und nachhaltige Herstellung landen im Ranking auf den hinteren Plätzen. Dass günstige Kleidung, die zudem auch noch gut aussieht, attraktiv ist, ist dabei kein Geheimnis.

Falls Du Dich allerdings für die Hintergründe interessierst, kannst Du künftig ziemlich schnell erkennen, ob ein Kleidungsstück fair und nachhaltig produziert wurde. Oder ob es nach ökologischen Standards hergestellt wurde und vielleicht Bio-Baumwolle enthält. Ich zeige Dir worauf Du achten musst und präsentiere Dir Produkte, die auch preislich überzeugen.

Auf das Siegel achten

Eine Untersuchung des GfK-Vereins stellt dar, dass nur circa fünf Prozent der deutschen Verbraucher etwas mit den Textil-Siegeln auf Kleidungsmarken anfangen können. Natürlich, viele Siegel sprechen nicht gerade für ein einheitliches System und das erzeugt wiederum wenig Vertrauen in die Organisationen. Damit Du bei der Fülle an diversen Stempeln und Aufdrucken nicht den Überblick verlierst, stelle ich Dir Siegel vor, auf die Du Dich verlassen kannst.

Fair Trade Textile Production

Seit 2016 zeichnet die Fairtrade Labelling Organization Kleidung mit dem diesem Siegel aus, wenn die Produktionsunternehmen bestimmte Standards einhalten. Stößt Du auf eine Klamotte mit diesem Stempel, kannst Du folgende Standards erwarten:

  • Verbot von definierten gesundheitsgefährdenden und umweltschädlichen Chemikalien
  • Verbot von Zwangs- und Kinderarbeit
  • Gerechte Löhne für Produktionsarbeiter
  • Transparenz der Standards

Das Fairtrade-Label gibt Dir als Verbraucher also einen Anhaltspunkt, wenn Du in Zukunft mehr Wert auf Nachhaltigkeit legen willst. Denn dieses Label hat bei der Bewertung die komplette Produktionskette der Textilprodukte im Blick.

Fair Wear Foundation

Dieser Zusammenschluss von NROs, Unternehmen und Gewerkschaften stellt den Menschen in den Mittelpunkt. Hierbei werden in erster Linie nicht die Produkte, sondern die Unternehmen als fair ausgezeichnet. Das Siegel überprüft folgende Kriterien:

  • Arbeitsschutz und -sicherheit
  • Gerechte Löhne und Arbeitszeiten
  • Recht auf Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen

Stehen für Dich soziale Aspekte bei der Produktion im Vordergrund, ist die FWF ein guter Wegweiser.

Global Organic Textile Standard

Mit dem GOTS versuchen verschiedene Organisationen gemeinsam einen globalen Standard in den Bereichen Soziales und Ökologie zu erreichen. Besonders die Nutzung von Chemikalien soll durch das Siegel eingeschränkt und streng überprüft werden. Zusätzlich zertifiziert das GOTS Produkte, die eine Reihe von ökologischen Richtlinien erfüllen:

  • Produktfasern aus mindestens 70 Prozent biologischem Anbau (Bio-Baumwolle)
  • Verbot von toxischen Schwermetallen
  • Programme für Abfälle und Abwässer
  • Verbot von bestimmten Stoffen in der Verpackung

Mit dem Global Organic Textile Standard existiert eines der umfangreichsten Siegel in Bezug auf die nachhaltige und faire Produktion von Textilien.

Die richtigen Modemarken auswählen

Was nützt Dir das Wissen über die verschiedenen Siegel, wenn Du immer noch nicht weißt, wo Du faire und nachhaltige Kleidung bekommen kannst? Es gibt, zum Glück, mittlerweile sehr viele Anbieter, die sich für schadstofffreie Kleidung einsetzen, die zu wirtschaftlich fairen Konditionen produziert worden ist.

Im Folgenden findest Du Unternehmen, die entweder seit langer Zeit oder aber auch ganz frisch – mit beeindruckenden Kampagnen – auf sich aufmerksam machen. Gute Nachricht für Dich: Wie in der industriellen Modebranche, findest Du auch bei dieser Auswahl Kleidung, die schlicht und klassisch, oder ausgefallen und am Trend der Zeit orientiert ist. Viel Spaß beim Schnuppern!

Hessnatur – Freundlich zur Umwelt und zu Allergikern

Ein Unternehmen, dass bereits seit 1976 den Fokus auf umweltbewusste Mode legt. So stellt hessnatur von Anfang an Kleidung her, die speziell für Allergiker geeignet ist. Aber auch fairer Handel und Bio-Produkte gehören schon immer zur Unternehmensphilosophie.

Nach eigenen Angaben stellt das hessische Label Mode her, die Ressourcen schont und stets im Einklang mit der Natur ist. Einen besonderen Wert legt hessnatur auf die Verwendung von Rohstoffen wie Bio-Baumwolle. Den Anbau und die Verarbeitung kannst Du Dir in diesem Clip anschauen.

Kleidung für Frauen, Männer und Kinder kannst Du hier genauso finden, wie umweltfreundlich produzierte Bettwäsche oder Kissen.

People Tree – Pionier für faire Mode

Seit mehr als zwanzig Jahren arbeitet das Modelabel People Tree, das 1991 von der Britin Safia Minney in Tokio gegründet wurde, mit Fair-Trade-Produzenten auf der ganzen Welt zusammen. Das Unternehmen bezeichnet sich selbst als Pionier auf dem Gebiet der fair gehandelten Mode – und das ist auch absolut gerechtfertigt. People Tree war das erste Fashionlabel, das bewussten Konsum und fairen Handel in einem einheitlichen Konzept vereinigen konnte.

People Tree verpflichtet sich dazu, dass jedes einzelne Kleidungsstück irgendwo auf der Welt zu einem positiven Wandel der Modeindustrie beiträgt. Oberstes Gebot: Respekt gegenüber Mensch und Natur.

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Armedangels – die Rebellen

Das relativ junge Modelabel aus Berlin gehört zu den lauteren Vertretern der Branche. Armedangels macht keine halben Sachen und legt den Finger in die Wunde, was das Label mit der aktuellen Aktion “Touch nothing toxic  #detoxdenim” unter Beweis stellt.

Die Berliner setzen auf Nachhaltigkeit bis ins Detail. Wenn Du wissen möchtest, weshalb für die Produktion einer herkömmlichen Denim Jeans 8.000 Liter Wasser verbraucht werden, und wie Armedangels das verhindern möchte, lohnt sich ein Blick auf die Webseite. Hier findest Du alles über die Vision der Fashion-Rebellen.

Mud Jeans – die Öko-Hose mit Stil

Mud Jeans aus den Niederlanden hat die Nachhaltigkeit perfektioniert. Das Unternehmen aus Amsterdam verwendet für die Produktion einer Jeans nichts Geringeres als das Material von alten, getragenen Jeans-Hosen. Dieses wird geschreddert, zu Fasern verarbeitet und mit recycelter Baumwolle vermischt. Das schont Ressourcen: im Vergleich zur herkömmlichen Jeans-Produktion, werden bei dieser Variante 40 Prozent weniger Wasser benötigt.

Trotz dieses aufwendigen Verfahrens, stellen die Niederländer Hosen her, die sich rein optisch nicht vor den Riesen dieser Branche verstecken müssen: Das Design ist zeitlos, die Hosen zeichnen sich durch einen individuellen Style aus.

Fair Fashion auf mudjeans.eu anschauen

ThokkThokk  – umweltbewusst bis zum Versand

Auch dieses Unternehmen achtet bei der Produktion in Indien und der Tschechischen Republik auf den Einsatz von biologisch angebauter und fair gehandelter Baumwolle. Doch ThokkThokk hat einen ganzheitlichen Anspruch an seine Ware und achtet darauf, dass auch die Verpackung sowie der Transport nach umweltschonenden Kriterien ablaufen.

Doch auch modisch überzeugt ThokkThokk. Mit minimalistischen Elementen und einer ordentlichen Portion chique spielt das Label aus München seit 2006 in der oberen Liga mit. Der Erfolg basiert auf dem Erfindergeist: Nach eigenen Angaben, ist Thokk Thokk das erste Label, das bei Jackenfutter auf die Fasern des tropischen Kapokbaumes setzt. Das kommt insbesondere Vögeln zu Gute. Denn Thokk Thokk verzichtet auf Daunen und schont somit das Gefieder dieser Tiere.

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