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Mit der monatlichen Periode sind für viele Frauen Regelschmerzen und depressive Schübe verbunden, noch immer ist das Thema aber weitgehend ein Tabu. Der Periodenunterwäsche Hersteller Modibodi will damit aufräumen und geht jetzt mit einer wichtigen Kampagne voran!

Video für Periodenunterwäsche zeigt Blut realistisch

Wir alle wissen, wie Werbung für Tampons und Slipeinlagen normalerweise aussieht: Die dargestellten Frauen sind bestens gelaunt und haben alle eine makellose Figur.

Die blaue Flüssigkeit, mit der Saugkraft demonstriert werden soll, könnte mit echtem Blut kaum weniger zu tun haben.

„The New Way to Period“ (so der Name der Kampagne) hingegen setzt ganz auf Realismus. Im Clip abgebildet werden schwarze wie weiße, schlanke ebenso wie fülligere und lesbische Protagonistinnen. In Sachen Repräsentation setzt das Unternehmen in diesem Zusammenhang ein Zeichen, auf das viele Frauen gewartet haben.

Wenn es um unsere Periode geht, hat man uns immer ein bestimmtes Gefühl dazu aufgezwungen.

Damit rückt die Firma eine Selbstverständlichkeit ins Licht, die im öffentlichen Raum bislang eher selten auch wirklich so behandelt wurde – nicht nur Models menstruieren und wir sollten endlich offen über dieses Thema reden!

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Facebook entfernt zeitweise das Modibodi Video

Dass die weibliche Monatsblutung tatsächlich weiterhin ein Tabu ist, bestätigte dann Facebook auf ironische Weise. Dort wurde der Spot erst einmal gesperrt. Modibodi sollte drei Szenen, in denen die Farbe Rot zur Darstellung von Menstruationsblut verwendet wurde, wieder herausschneiden.

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Quelle: shopify.com

Das Label spielte da aber nicht mit und schließlich gab Facebook das Video wieder frei. Laut Modibodi-CEO Kristy Chong sollte der Clip gar nicht einmal provokativ sein, sondern einfach nur zu einer gesellschaftlichen Normalisierung der Periode beitragen. Entsprechend enttäuscht ist sie über die zwischenzeitliche Sperrung.

Unser Ziel für diesen Film war es, den Geist der Menschen zu öffnen.

Auf anderen Online-Plattformen gab es offenbar jedoch keine derartigen Probleme, was Kristy Chong positiv mit Blick in die Zukunft stimmen dürfte.

Die Enttabuisierung der Periode ist ein langer Weg

Klar ist aber auch: Mit „The New Way to Period“ stehen wir noch recht am Anfang einer überfälligen Entwicklung.

Nur langsam sinkt bei vielen Frauen die Scham für diese paar Tage im Monat, die allzu häufig von Unwohlsein auf körperlicher und mentaler Ebene geprägt sind.

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Quelle: shopify.com

Immerhin: Mit „I May Destroy You“ zeigte in diesem Jahr erstmals eine Serie ungeschönten Periodensex und Tutorials zur Verwendung von Menstruationstassen finden ihren Weg ins Internet.

Der nächste Schritt könnte nun sein, dass fortan mehr Spots für Menstruationsartikel Blut zeigen, welches auch wie Blut aussieht – oder vielleicht sogar auch Regelschmerzen ansprechen, die für einen nicht kleinen Teil der Weltbevölkerung Alltag sind … außer in der Werbung.