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Umweltbewusstes Handeln und ein nachhaltiger Lebensstil spielen eine wichtige Rolle in unserem Leben. Das belegt der Indikatorenbericht 2018 vom Statistischen Bundesamt. Auch die derzeitigen Aktivitäten zahlreicher Schüler spiegeln die Präsenz dieses Trends wider.

Mit der schwedischen Klimaschutzaktivistin Greta Thunberg an der Spitze, demonstrieren junge Menschen im Rahmen der Bewegung “Fridays for future” für eine Änderung der globalen Klimapolitik – anstatt die Schulbank zu drücken.

Der Ansatz: Schon kleine Umstellungen können enorme Veränderungen bewirken. Ein Teil davon ist ein umweltbewusster Lebensstil. Stichwort “vegetarische” oder “vegane Ernährung”.

Ein Lebensstil, der das Wohl von Lebewesen und Umwelt im Sinn hat, muss nicht bei der Ernährung aufhören.

Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine vegane Lebensweise. Der komplette Verzicht auf tierische Produkte beinhaltet im engeren Sinne aber nicht nur Lebensmittel, sondern auch andere Alltagsgegenstände. Zum Beispiel im Bereich Mode.

In diesem Einsteiger-Guide, erfährst Du worauf Du bei veganer Kleidung achten musst:

  1. Fair Trade ist nicht gleich vegan
  2. Ist vegane Kleidung gekennzeichnet?
  3. Was ist Vegan Fashion?
  4. Aus welchen Materialien bestehen vegane Kleidung?
  5. Leder Alternativen
  6. Vegane Fashion Brands
  1. Fair Trade ist nicht gleich vegan!

Kleidung, die mit einem Fair Trade Label versehen sind, geben Dir entsprechende Auskünfte – zum Beispiel über den Herstellungsprozess, Herkunft der Materialien oder über die Arbeitsbedingungen aller Beteiligten. Aber nur weil die Kleidung aus gerechter und nachhaltiger Produktion stammt, ist sie nicht automatisch auch vegan. Zum Thema Fair Fashion kannst Du Dich in unserem Einsteiger-Guide zu diesem Thema informieren.

  1. Gibt es eine Kennzeichnung für vegane Kleidung?

Dieses Label hast Du bestimmt schonmal gesehen. Mit diesem Label werden in erster Linie vegane Lebensmittel gekennzeichnet. Modelabels, die vegane Kleidung produzieren verzichten derzeit zum Großteil auf diese Kennzeichnung. Ein einheitliches Label oder Siegel, das explizit vegane Mode auszeichnet, gibt es derzeit schlichtweg einfach nicht.

Eine Alternative ist das Logo PETA-Approved Vegan.

Quelle: peta.de/petaapprovedvegan

Die Tierschutzorganisation PETA vergibt das kostenfreie Logo an Firmen, um bestimmte Kleidungsstücke oder Hersteller eindeutig als vegan zu kennzeichnen. Dazu müssen Unternehmen allerdings lediglich einen Fragebogen und eine Zuverlässigkeitserklärung unterzeichnen. Inwiefern das ganze Prozedere letztlich überprüft wird, ist nicht bekannt. Trotzdem kannst Du Dich bei künftigen Einkäufen an diesem Logo orientieren.

  1. Was bedeutet Vegan Fashion überhaupt?

Im Prinzip zeichnet sich vegane Mode durch die gleichen Prinzipien aus, wie vegane Ernährung. Ganz einfach zusammengefasst: Bei der Herstellung der Klamotten werden zu 100 Prozent auf Materialien verzichtet, die einen tierischen Ursprung haben. Das klingt auf den ersten Blick übersichtlich. Aber Achtung! Die Liste von tierischen Produkten, die in Kleidung vorkommen, ist lang. Kleidung ist vegan, wenn sie frei von diesen Produkten ist:

  • Leder (gegerbte Tierhaut)
  • Schafwolle
  • Pelz (Fell bestimmter Tiere)
  • Kaschmir (Unterfell der Kaschmirziege)
  • Angora (Fell der Angorakaninchen)
  • Federn (meist von Enten und Gänsen)
  • Seide (Kokon der Seidenraupe)
  • Horn (Hörner, Hufe, Schnäbel)
  • Perlmutt (Muschelschalen)

Bei den meisten Materialien ist sofort klar, weshalb sie nicht vegan sind. Bei anderen ist dies nicht der Fall. Wusstest Du zum Beispiel, dass bei der Herstellung von Seide viele Seidenraupen nicht überleben? Um Seide zu gewinnen, werden die Kokons der Raupen ausgekocht, die Tiere verenden. Die Seide bleibt.

Zusätzlich gibt es noch spezielle Materialien, die Du in veganer Kleidung nicht finden wirst. So wird zum Beispiel bei der Imprägnierung von wetterfesten Jacken Bienenwachs verwendet. Das ist nicht vegan!

Du siehst: Um vegane Kleidung zweifelsfrei kennzeichnen zu können, muss im kompletten Prozess von der Rohstoffgewinnung über die Produktion bis hin zum Transport und Verkauf höchste Transparenz herrschen.

  1. Aus welchen Materialien besteht vegane Kleidung?

Tierfreie Alternativen gibt es wie Sand am Meer. Anstatt Kleidung mit tierischer Wolle zu kaufen, kannst Du zu Produkten greifen, die aus Baumwolle oder Leinen bestehen. Bei Deinen Schuhen kann die Sohle zum Beispiel aus Kork oder anderen Hölzern bestehen – statt aus Leder.

Aber Du magst Kleidungsstücke in Lederoptik besonders? Dann gibt es eine Vielzahl von nachhaltigen Kunstledern, die sogar frei von Chemikalien oder Plastikfasern sind. Anstatt einen Pelz zu kaufen, kannst Du aus unzähligen Kunstpelz-Varianten auswählen. Der Unterschied zwischen Kunst- und Echtpelz fällt in den meisten Fällen optisch kaum nicht auf.

Aber am Rande dieser konventionellen Alternativen, entwickeln sich am Markt Varianten, die ebenfalls auf tierische Inhaltsstoffe verzichten – teilweise entstehen dort zum Wohle des Tierschutzes sehr ausgefallene Materialien. Zum Beispiel die sogenannte Sojaseide. Sojaseide wird aus einem Nebenprodukt der Tofuproduktion gewonnen. Wenn Tofu für die Nahrungsmittelindustrie hergestellt wird, bleiben Sojaproteine übrig. Dieses Nebenprodukt lässt sich in einem speziellen Verfahren zur Sojaseide umwandeln.

  • Tipp: Sojaseide unterscheidet sich in Sachen Beschaffenheit kaum von herkömmlicher Seide. Das Material ist ebenfalls sehr weich und atmungsaktiv – und aufgrund des unkomplizierten Produktionsverfahrens deutlich günstiger.
  1. Alternative zum Leder? Ananasfasern!

Was sich zunächst nach Zukunftsmusik anhört, ist tatsächlich schon Realität. Das Unternehmen ananas-anam bringt das Alternativmaterial Piñatex auf den Markt. Gründerin Dr. Carmen Hijosa befand sich in den 90er Jahren auf den Philippinen, als sie die Idee hatte: Bei der Ananas-Ernte bleiben die Blätter der Pflanze am Ende als Abfallprodukt übrig.

Das Prinzip Piñatex funktioniert wie folgt: Die Fasern der Blätter werden von der restlichen Biomasse getrennt. Die Fasern werden dann industriell zu einem speziellen Geflecht weiterverarbeitet, das in Spanien sein Finishing erhält. Die Leder-Alternative wird in der Polster- und Möbelherstellung verwendet – aber zum Großteil eben auch für die Herstellung von Kleidung.

Das Problem mit Kunstleder

Kunstleder ist die offensichtliche Alternative zu echtem Leder. Du kannst Dir zwar sicher sein, dass bei der Produktion keine Tiere zu Schaden kommen. Allerdings solltest Du Dich im Vorfeld genau informieren. 

Kunstleder ist in der Regel zwar immer vegan – aber nicht unbedingt unbedenklich.

Viele Kunstleder-Produkte werden mit Kunststoffen, beispielsweise PVC, versetzt, um das Material langlebiger zu machen. Für die Herstellung dieser Kunststoffe wird Erdöl benötigt. Und dieses und weitere Abfallprodukte landen am Ende der Produktion oftmals einfach in den Meeren. Die großen Ölteppiche treiben dann zusammen mit Unmengen an Plastikmüll durch die Weltmeere. Und das schadet Menschen, Tieren und der gesamten Natur erheblich.

  1. Vegane Fashion Brands: So kann Vegan Fashion aussehen

Du wirst überrascht sein, wie vielfältig vegane Mode sein kann. Denn nur weil bestimmte Materialien fehlen, muss das nicht bedeuten, dass die Klamotten alle gleich aussehen!

Veganes Schuhwerk

Die Marke DI.VA.DI hat es sich zur Aufgabe gemacht Sneaker zu entwickeln, die zu 100% aus veganen Materialien bestehen – und gleichzeitig optisch absolut den Nagel auf den Kopf treffen.

Quelle: amazon.de

Für jedes gekaufte Paar wird außerdem ein Baum in Vietnam gepflanzt, damit will DI.VA.DI einen neuen Weg gehen, und die Welt Schritt für Schritt besser machen.

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Business-Hemden aus Bambusfasern

Wenn Du Dich eher im Business-Style bewegst, dann musst Du ebenfalls nicht auf Kleidung aus veganen Materialien verzichten. Das Unternehmen HARRMS hat Hemden für Herren im Angebot, die die Kriterien veganer Kleidung erfüllen.

Quelle: amazon.de

Das Langarmhemd besteht aus insgesamt drei verschiedenen Materialien. Das Hauptmaterial ist Tencel. Dieser spezielle Stoff wird aus den Fasern verschiedener Hölzer gewonnen. Neben Bio-Baumwolle ist zusätzlich eine Bambusfaser im Hemd verarbeitet.

Das Hemd besticht durch einen modernen Slim-Fit-Schnitt mit einem stabilen Kent-Kragen. In der Uni oder im Beruf bist Du also top gestylt. Du hast zudem eine Auswahl aus insgesamt 14 verschiedenen Farben. Das bietet Dir Potenzial zum Wechseln und Kombinieren.

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Hanf-Cardigan für Frauen

Seit 1995 steht die Marke Braintree für umweltfreundliche Kleidung. Das Unternehmen aus Australien setzt dabei besonders auf Hanf und Bambus als Produktionsmaterial. Die Pflanzen benötigen nämlich wenig Wasser, kommen ohne Pestizide aus und brauchen durch ihr hohes Wachstum insgesamt weniger Platz.

Quelle: amazon.de

Aus den natürlichen Materialien entstehen dann schicke Klamotten für den Alltag. Für Frauen hat Braintree eine große Auswahl an Oberteilen im Sortiment. Für den Übergang zu den wärmeren Jahreszeiten bietet sich ein lässiger Cardigan an.

Das Modell Narwee besteht zu fast gleichen Teilen aus Bio-Baumwolle und Hanffasern und versorgt Dich mit einer angenehm weichen Oberfläche. Neben dem hohen Tragekomfort besticht der Cardigan durch einen schlichten Stil.

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Stylische Streetwear für Sie und Ihn

Das Hamburger Modelabel recolution setzt bei der Herstellung seiner Mode ausschließlich auf vegane Materialien. Bereits 2010 haben sie sich die Kreation von urbaner und zeitloser Fashion auf die Fahnen geschrieben – ohne dabei auf die Standards der konventionellen Modeinustrie zu vertrauen. Deshalb wurde das Unternehmen auch mit dem weiter oben beschriebenen PETA-Siegel gekennzeichnet.

Das Ergebnis sind stylische Klamotten, die theoretisch auch in die Streetwear-Abteilung der großen Modeketten hängen könnten. Das wichtige Alleinstellungsmerkmal der Kleidungsstücke bilden aber die veganen Materialien sowie Bio-Baumwolle oder Tencel und die absolut nachhaltigen Herstellungsprozesse.

Dadurch profitierst Du von einer Kollektion von coolen Einzelstücken, die perfekt für junge Leute gemacht sind. Vom T-Shirt über die Collegejacke bis hin zur Jogginghose findest Du genau das richtige Stück für Deinen Style.

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